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Datenträgerbereinigung Cleanmgr.exe

Die Windows-Datenträgerbereinigung Cleanmgr.exe hat eine große Stärke: Sie putzt „Vorherige Windows-Installation(en)“ restlos weg. Diese Option lässt sich nach Aufruf des Programms im Konfigurationsdialog aktivieren. Manuell ist es ungleich mühsamer, den Ordner \Windows.old mit der alten Windows-Installation von der Platte zu bekommen. Es erfordert via NTFS-Rechte die Besitzübernahme des Ordners und oft mehrfaches Einstellen des Vollzugriffs.

Datenträgerbereinigung (Cleanmgr.exe)

Cleanmgr unterstützt darüber hinaus einige Aufruf-Parameter:

cleanmgr /sageset:111
schreibt die Optionsliste in die Registry, die Sie nach diesem Aufruf im Konfigurationsdialog anklicken. Die Nummer nach „/sageset:[n]“ liegt optional zwischen 1 und 65536. Diese Aktion erfordert Administratorrechte, andernfalls speichert das Programm die Daten nicht (kommentarlos). Den gespeicherten Konfigurationssatz können Sie dann mit /sagerun jederzeit starten.

cleanmgr /sagerun:111
ruft den früher gespeicherten Konfigurationssatz 111 ab (führt also die betreffende Säuberung durch).

cleanmgr /tuneup:111
ermöglicht Änderungen am früher gespeicherten Konfigurationssatz 111. Dies ist eventuell etwas bequemer als den Konfigurationssatz mit /sageset:111 komplett neu anzulegen…

cleanmgr /lowdisk
ist der Standardstart.

cleanmgr /verylowdisk
ist eine schnelle Option, die Bereinigung ohne jeden Benutzereingriff abzurufen.

cleanmgr /setup
wird als legitime Option angezeigt, wenn Cleanmgr mit /? oder /usage oder auch /help gestartet wird. Eine alltagstaugliche Funktion dieses Parameters ist nicht ersichtlich.

Windows 8: Hardware-Voraussetzungen

Microsoft nennt folgende Mindestvoraussetzungen für Windows 8:

CPU/Prozessor: 1 GHz
RAM: 1 GB für 32-Bit-Variante, 2 GB für 64-Bit-Variante
Grafik: DirectX-9-kompatible Grafikkarte (für Aero)
Auflösung: Mindestens 1024×768 (für Metro-Apps), nicht generell Netbook-tauglich
Festplatte: NTFS-formatiert, mindestens 20 GB frei für Windows 8

Diese Bedingungen sind weitgehend identisch mit dem Vorgänger Windows 7 und geringer als beim älteren Vista. Sie sind aber als absolute Mindestvoraussetzungen zu verstehen, um ein Windows 8 irgendwie zum Laufen zu bewegen.

In der Praxis genügt aber bereits ein PC mit einem 2 GHz-Prozessor für flüssiges Arbeiten mit dem System und mit Standardprogrammen wie Browser, Office, Mail, Media Player oder Bildbearbeitung.

Der Speicherbedarf von Windows 8 liegt trotz zusätzlicher Metro-GUI und der dafür notwendigen Blbliotheken etwa im Bereich des Vorgängers Windows 7, der seinerseits als ökonomisch gilt (siehe dazu auch den Vergleich Windows 7 und Windows 8). Inaktive Modern Apps werden automatisch „angehalten“ („suspended“) und geben ihre Soeicherseiten frei. Mit 2 GB RAM stößt Windows 8 kaum an die Grenzen, sofern Büro- und Standardprogramme sowie die Windows-eigenen System- und Metro-Anwendungen genutzt werden. Somit sind 2 GB für 32-Bit-Architektur, 3 GB für 64 Bit realistische Mindestanforderungen.

Microsoft begründet die Sparsamkeit des Systems vor allem mit folgenden Optimierungsmaßnahmen beim Speichermanager:

  • Viele Windows-Programme nutzen dieselben Windows-Bibliotheken. Folglich gibt es im Multitasking bei vielen geladenen Programmen immer redundante Kopien gleichen Inhalts im Arbeitsspeicher. Das Speichermanagement erkennt und beseitigt überflüssige Kopien, stellt aber die Speicherseiten einem Programm umgehend wieder zur Verfügung, sobald dies notwendig ist. Die Software bekommt davon nichts mit und muss auch nicht speziell angepasst werden, um hier mitspielen zu können. Microsoft nennt diese neue Funktion „Memory combining“
  • Eine weitere einfache Maßnahme ist der sparsamere Einsatz von Services (Windows-Dienste, System-Dienste). Es ist nicht etwa so, dass Windows 8 bewährte Dienste für überflüssig erklären würde. Jedoch werden Dienste, die unter Windows 7 und Vista permanent laufen (siehe in der Dienstekonsole Services.msc „Starttyp: Automatisch“) unter Windows 8 nur noch ad hoc gestartet, also wenn sie wirklich benötigt werden („Starttyp: Manuell“). Der ganz große Schub zur Speicherentlastung ist diese ökonomischere Dienstenutzung aber sicher nicht: Ich zähle auf demselben PC 66 gestartete Dienste unter Windows 7 und 62 unter Windows 8.
  • Aus meiner Sicht eher marginal ist eine dritte Maßnahme: Das Speichermanagement von Windows 8 hat eine verbesserte Priorisierung. Speicheranforderungen mit explizit niedriger Priorität werden umgehend wieder geräumt. Dabei muss allerdings das Programm den Speicher aktiv mit „low priority“ fordern – und das macht die Sache fast akademisch.

Der Platz auf der Festplatte muss deutlich großzügiger ausfallen als es die Mindestanforderungen von Microsoft besagen. Mittelfristig muss genügend Platz sein für Software-Installationen, Systemwiederherstellung, Auslagerungsdatei, Ruhezustand etc. Zum ernsthaften Testen der Windows-8-Preview sollten mindestens 50 GB bereitstehen. Das pure System kommt aber in der Tat zunächst mit knapp 15 GB aus.

Windows 8, Festplatte, Harddisk
Zum Kurztest genügen Windows 8 auf der Festplatte 20 GB, wer mittelfristig testen und installieren will, sollte mindestens 50 GB investieren.