Das Betriebssystem Windows 8 wird der direkte Nachfolger des aktuellen Windows 7. Es soll aber im Unterschied zu Windows 7 zwei sehr unterschiedliche Geräteklassen gleichermaßen bedienen: den traditionellen PC mit Maus und Tastatur und den Tablet-PC mit Touchscreen. Neben dem vertrauten Windows-Explorer als Bedienerschnittstelle bietet Windows 8 die neue (und mit lautem Trommeln angekündigte) Bedienerführung Metro. “Immersive” (eintauchend) ist die Marketing-Vokabel für die neue Oberfläche, die Microsoft bis in das Dateisystem und in die Registry von Windows 8 penetriert.
Consumer Preview: Aktueller Stand ist die seit 29. Februar 2012 bereitgestellte öffentliche Windows 8 Consumer Preview. Die Downloads (32 und 64 Bit) unter anderem auch der deutschen Vorversion finden sich auf dieser Seite.
Developer Preview: Bereits seit 14. 9. 2011 gibt es die ältere Developer-Preview, die am 8. März 2012 abläuft (“expiration date”), sich aber durch ein Update bis 15. Januar 2013 verlängern lässt. Das Verlängerungs-Update ist über das Windows-Update ab März 2012 zu beziehen (siehe Infos zum Verlängerungs-Update in der MS Knowledge Base). Die Developer Preview richtete sich primär an Software-Entwickler, die Microsoft für Programme im Metro-Style motivieren will. Sie war nur englischsprachig verfügbar, ein inoffizielles Sprachpaket auf der Basis von Windows 7 führte zu einem gemischtsprachigen System.
Update von der Developer Preview zur Consumer Preview: Nach meinen – überraschend positiven – Erfahrungen ist der Ersatz der älteren Developer Preview durch die aktuelle Consumer-Beta einfach und schmerzfrei. Es genügt, das ISO-Image der neueren Version in der älteren Developer Preview zu “Mounten” – dies ist ja unter Windows 8 eine integrierte Funktion, die keine Zusatztools benötigt. Nach Auslösen des Setup-Vorgangs installiert sich die neue Version automatisch auf der Partition des Vorgängers. Dabei bleiben wesentliche Benutzereinstellungen bewahrt (Benutzerkonten, Mailkonten, System- und Software-Einstellungen). Nur externe Software muss im neuen System neu installiert werden.
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Wie viel die beiden Preview-Versionen über das finale Windows 8 aussagen, steht in den Sternen. Die technische Basis bleibt jedenfalls gegenüber den Vorgängern Windows Vista und Windows 7 vorerst weitgehend erhalten (interne Versionsnummer 6.2). Trotzdem gibt es eine ganze Reihe nennenswerter Detailverbesserungen. Diese Artikelsammlung berichtet über alle Neuerungen und bleibt in den kommenden Monaten über alle Änderungen auf dem Laufenden. Die Artikel sind aus der Sicht des klassischen PC- und Windows-Anwender geschrieben und richten sich auch an genau solche. Die Maxime: Microsoft mag mit Windows 8 getrost Tablet-PCs oder Smartphones bedienen, sofern es nicht auf Kosten der PC-User geht…

Windows 8 kennt weiterhin den klassischen Desktop. Die links einblendbare Seitenleiste wechselt bequem zu aktiven Metro-Apps.
Wie schon bei Windows 7 bietet Microsoft Entwicklern und technisch Interessierten Informationen aus erster Hand im Windows-8-Blog.
Grundlegende Informationen bietet ferner die englischsprachige Wikipedia mit vielen weiterführenden Quellen und Links. Eine ausführliche Linksammlung zu Windows 8 finden Sie hier…
Die Preview zeigt eine Reihe technischer Neuerungen gegenüber dem Vorgänger Windows 7. Auffälligste Umstellung ist wie gesagt die GUI im Metro-Design. Die neue Metro-Oberfläche mit Kachel-Optik soll das kommende Windows 8 für Tablet-PCs mit Touchscreen optimieren. Metro, die “immersive shell”, ist die neue Windows-Plattform, die neben den bisherigen Windows-Desktop tritt. Speziell erstellte Metro-Anwendungen (Werkzeuge und Styles dafür bietet Microsoft den Entwicklern kostenlos an) erscheinen am Metro-Startbildschirm als Kacheln mit aktivem Inhalt. Eine Cloud-Lösung mit Push-Technik minimiert dabei die CPU-Auslastung. Nach dem Aufruf präsentieren sich Metro-Programme im Vollbild mit typisch reduzierten Bedienelementen.
Der Metro-Startbildschirm startet aber auch konventionelle Programme und schaltet dazu um auf den normalen Windows-Desktop. Für die Benutzung am konventionellen PC ist jederzeit manuelles Umschalten per Windows-Taste in den Desktop-Modus möglich.
Dennoch: Der neue Metro-Startbildschirm ist seit der Vorstellung und der Auslieferung in der Preview-Version stark umstritten: Viele Tester stellen Effektivität, Übersichtlichkeit und Produktivität generell, mindestens aber für den PC vehement in Frage. Microsoft nimmt das offenbar ernst: Ein sehr detailliertes Posting bekräftigt zwar, dass Microsoft an Metro festhalten will, dass man aber die Organisation der Start-Kacheln nochmal grundsätzlich überdenken will.
Wann kommt das finale Windows 8? Microsoft plant offenbar im Hinblick auf den wachsenden Tablet-Markt eine überraschend frühe Fertigstellung des neuen Windows 8 im kommenden Jahr (2012), voraussichtlich Mitte des Jahres, also bereits zweieinhalb Jahre nach Auslieferung von Windows 7. Hardware-Hersteller wie Asus, Dell, HP und Samsung kündigen Tablet-PCs mit Windows 8 für Herbst 2012 an, zum Teil schon für Sommer 2012.



